Über das Abschiednehmen

Manche Angehörige möchten, dass wir den Verstorbenen einfach nur abholen und die notwendigen Schritte für die Beerdigung oder Einäscherung sowie die Trauerfeier erledigen.

Wir haben Verständnis dafür, dass es nicht leicht ist, auf einmal mit der Sterblichkeit konfrontiert zu werden. Aber unsere Erfahrung zeigt immer wieder, wie hilfreich es ist, die eigene Trauer zuzulassen und anzunehmen, anstatt ihr auszuweichen.

Wenn Sie einen nahe stehenden, lieben Menschen verloren haben, ist das vielleicht Ihre erste Begegnung mit dem Tod, und sie erleben eine Zeit voller seelischer Schmerzen und Verzweiflung. Möglicherweise möchten Sie das alles am liebsten gar nicht wahrhaben und wünschen sich, es wäre alles nur ein böser Traum und bald vorbei.

Aber als erfahrene Trauerberater wissen wir, dass eine Verdrängung leidvoller Gefühle auf Dauer krank machen kann, und dass nur eine „durchschmerzte“ Trauer den Weg zurück zu natürlicher Lebensfreude ermöglicht, auch wenn es manchmal lange dauert.

Dabei ist das persönliche Abschiednehmen hilfreich. Hierin unterstützen wir Sie!

Die offene Aufbahrung

Abschiedsraum

Im Gegensatz zur geschlossenen Aufbahrung ist der Verstorbene im Sarg liegend offen sichtbar. Durch ein sorgsames Einbetten und das Aufbahren in einem geschmückten, freundlichen Raum in unserem Hause oder auf dem Friedhof, auf Wunsch angezogen mit seinem Lieblingskleidungsstück, schaffen wir eine würdevolle Atmosphäre für die letzte Begegnung.

Die Erfahrung zeigt immer wieder, wie wichtig es für die Angehörigen ist, den nahe stehenden Menschen noch einmal sehen zu können, ein früher völlig normales Ritual. Auf diese Weise wird der Tod ein wenig erfahrbarer und fassbarer.

Die Trauernden haben hier auch die letzte Möglichkeit, in aller Ruhe Zwiesprache mit dem Verstorbenen zu halten, etwas zu sagen, was sie ihm zu Lebzeiten noch gerne sagen wollten; ihn vielleicht noch einmal zu berühren oder ihm etwas mit „auf den Weg“ zu geben. Auch wenn das im Moment schmerzhaft sein mag, es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Leben ohne den Anderen.